„Die verstummte Frau“

„Die verstummte Frau“

von Karin Slaughter

ISBN: 978-3-95967-533-8

Preis: 24,- Euro

erschienen im Harper Collins Verlag

Band 8 der Georgia-Serie

Klapptext:

Atlanta, Georgia: Eine junge Frau wird brutal attakiert und sterbend zurückgelassen. Alle Spuren verlaufen im Sande, bis Will Trent ins Staatsgefängnis gerufen wird. Ein Insasse behauptet, wichtige Informationen geben zu können. Der Angriff gleicht genau der Tat, für die er vor acht Jahren verurteilt wurde. Bis heute beteuert er seine Unschuld.

Will muss diesen ersten Fall lösen, um die ganze Wahrheit zu erfahren. Doch fast ein Jahrzehnt ist vergangen – Erinnerungen sind verblasst, Zeugen unauffindbar, Beweise verschwunden. Nur eine Person kann Will dabei helfen, den erbarmungslosen Killer zur Strecke zu bringen: seine Partnerin Sara Linton. Aber sobald Vergangenheit und Gegenwart aufeinanderprallen, steht für Will alles, was er liebt, auf dem Spiel…

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Karin Slaughter zählt schon seit Langem zu meinen Lieblingsautoren und ich habe alles, was sie bisher veröffentlicht hat, verschlungen. Das sind jetzt immerhin schon 16 Bücher und 19 Jahre, die ich ihr treu bin. Vor allem die Grant-County- Serie und die Georgia-Serie haben es mir angetan. Hauptfigur in beiden Serien ist Sara Linton, jeweils mit einem anderen Partner an ihrer Seite. Hier befinden wir uns schon weit fortgeschritten in der zweiten Serie, aber Karin lässt hier beide Reihen aufeinandertreffen. Wir erfahren etwas über eine Phase zwischen Sara und Jeff Tolliver, dem ersten Mann an ihrer Seite, die auch einem aufmerksamen, langjährigen Leser wie mir noch nicht bekannt waren.

In der Story wecheln wir immer wiede zwischen Saras altem Leben in der Vergangenheit mit Jeff und ihrem neuen Leben mit Will, was die Sache spannend macht. Dieser Blick aus zwei Perspektiven auf die Problematik klärt Hintergründe und macht die Geschichte für uns als Leser spannend und greifbar. Es fließen immer wieder kleine Hinweise ein, die ein paar Kapitel später dann zum Tragen kommen. Ich liebe es, bei einer guten Story auf solch kleine Hinweise zu achten und sie mit der Handlung zu verknüpfen. Auch ein paar Überraschungen hält Karin für uns bereit. Da ich nichts langweiliger finde, als eine vorhersehbare Story, fand ich das sehr erfrischend.

Ich mag Karins Schreibstil und bin ihr, wie gesagt, schon lange verfallen. Sie schreibt sehr bildhaft, was mich immer sofort in die Handlung versetzt. Die Gewaltdarstellungen sind zwar sehr datailiert, aber nicht zu krass. Die Beziehungsprobleme zwischen den einzelnen Protagonisten hingegen standen mir in diesem Band leider etwas zu sehr im Fokus. Auch wenn es die Fuguren lebendiger macht, ging mir das Hin und Her dann doch irgendwann ein wenig zu weit. Da ich aber Sara, Will und auch Jeff schon seit Jahren zu meinen Freunden zähle und man für Freunde ja auch in schlechten Zeiten immer da ist, kann ich hier großzügig drüber hinwegsehen.

Auch für jemanden, der noch kein Band aus den beiden Reihen gelesen hat und somit die Figuren und ihre Verbindungen und Vergangenheit nicht kennt, ist das Band verständlich und die nötigen Erklärungen sind so eingebaut, dass es gar nicht nach Rückblende aussieht. Offene Fäden werden am Ende zusammengeführt und keine Fragen bleiben mehr offen. Wieder ein rundum gelungenes Werk.

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