„Tod und tiefer Fall“

„Tod und tiefer Fall“

von Elias Haller

ISBN: 9-78291-801046

erschienen im edition-m-verlag

Preis: 9,81 Euro

Band 1 der Erik Donner Serie

Klapptext:

Kann ein Kommissar zum Monster werden?

Und was tut ein Mann, dem alles genommen wurde?

Seine Tochter ist tot, seine Frau verschwunden. Kriminalhauptkommissar Erik Donner ist nicht nur seelisch gebrochen, sondern nach einem Dachsturz auch körperlich entstellt. Den ehemals besten Ermittler der Mordkommission hat man an den Schreibtisch verbannt, beruflich bedeutet das sein Ende.

Doch dann erhält er eine Nachricht von seinem toten Partner – von dem Mann, der für den Verlust von Donners Familie verantwortlich ist. Eine gnadenlose Jagd beginnt, bei der ein Verbrechen aus der Vergangenheit tötliche Folgen hat.

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Durch den Luzifer-Killer bin ich auf Elias Haller und seine Figuren Klara Frost und Erik Donner aufmerksam geworden. Das Buch hatte mich so begeistert, dass ich mir aus den beiden eigenständigen Reihen gleich mehrere Exemplar besorgt habe. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Im Buch tauchen einige unkonventionelle Ermittler auf, die großteils auf den ersten Blick unsympatisch wirken, allen voran Erik Donner. Doch wir erfahren fast immer auch, was sie zu dem gemacht hat, der sie sind. Die Figuren haben alle viel Tiefe und trotz ihrer unsympatischen Charakterzüge kann ich Verständnis für ihr Handeln aufbringen und habe sie lieb gewonnen. Vor allem den Anti-Helden Erik Donner, welcher wirklich schlimme Schicksalsschläge verkraften musste, die uns vermutlich alle in ein „Monster“ verwandelt hätten.

Das Buch wirft vor allem die Frage auf: Wie gerecht ist unser Justizsystem und kann Selbstjustiz gerechtfertigt sein? Es zeigt den inneren Zwiespalt auf, in welchem sich wohl jeder Polizeibeamte, egal ob bei der Schutz- oder bei der Kriminalpolizei, schon einmal befunden hat. Man steckt viel Arbeit in die Ergreifung eines Täters und die Justiz urteilt dann doch relativ lasch über diesen Täter. Haben wir uns nicht schon alle mal gefragt, ob ein Urteil – über einen Möder, Kinderschänder o.ä. – nicht zu mild war? Diese Verbrechen kann man eigentlich nicht gerecht bestrafen, denn sie sind nicht zu verzeihen. Und kann man Eltern, Ermittler o.a. dafür verurteilen, dass sie ein mildes Urteil nicht akteptieren können und lieber selber Richter spielen? Doch was passiert dann mit unserem Rechtssystem, mit den beteiligten Personen? Eine mögliche Konsequenz wird in diesem Buch aufgezeigt und das sehr drastisch.

Elias schreibt sehr eingänglich und versteht es, den Leser in seinen Bann und in die Geschichte hinein zu ziehen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es regelrecht verschlungen. Die Story ist sehr komplex und schlüssig erzählt. Die Spannung wird stets auf einem hohen Level gehalten und man fiebert mit Donner mit, der versucht sich aus dem Spinnennetz, in welchem er gefangen ist, heraus zu kommen.

Genau die richtige Leselektüre für die dunklen Tage, an denen es draußen stürmt, drinnen das Kaminfeuer lodert und man unter einen Decke eingemummelt die Gänsehaut genießt, die einem dieses Buch einbringt.

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