„Rache und roter Schnee“

„Rache und roter Schnee“

von Elias Haller

Band 2 der Erik-Donner-Reihe

ISBN: 9-782919-801060

erschienen im edition-m-verlag

Preis: 9,81 Euro

Klapptext:

Mancher Schmerz lässt sich nur durch noch mehr Schmerz lindern. Durch den Schmerz anderer…

Mit dem Schnee kommt der Tod. Kriminalhauptkommissar Erik Donner kämpft um seine Rückkehr zur Mordkommission. Doch statt seinem Versetzungsgesuch zu entsprechen, beauftragt man ihn zusammen mit einer Handvoll alternder Streifenbeamter mit der Bewachung des Weihnachtsmarktes – eine unsagbare Demütigung für Donner.

Aber schon bald sieht er sich mit einem bizarren Verbrechen konfrontiert. Denn ausgerechnet auf dem Adventsmarkt entdeckt man eine grauenvoll zugerichtete Leiche in einem Sack. Schnell wird klar, dass dies nur der Beginn einer tödlichen Inszenierung ist.

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Elias Haller ist im Moment mein absoluter Lieblingsautor und ihr werdet in der nächsten Zeit noch einige Bücher von ihm vorgestellt bekommen. Das nächste habe ich bereits angefangen und da ich seine Werke derzeit verschlinge, kann die Vorstellung auf Thrillbooks nicht mehr lange auf sich warten lassen. 😉

Aber jetzt erst mal zu „Rache und roter Schnee“: Weihnachten ist für die meisten von uns die Zeit der Besinnung und der Harmonie (zumindest versuchen wird diese zu erreichen, was in dem ganzen Vorbereitungsstress aber oft misslingt). Für Erik Donner jedoch nicht, denn es erinnert ihn an seine Familie, die ihm vor wenigen Jahren genommen wurde. Auch sonst ist er eigentlich nicht der besinnliche Typ. Jähzornig und mit einer sehr kurzen Zündschnur ausgestattet, fühlt er sich von allen gehasst und allein auf dieser Welt. Damit hat er noch nicht mal so Unrecht. Seine Kollegen nennen ihn „Monster“, die Menschen auf der Straße wenden sich entsetzt von seinem entstellten Anglitz ab. Wie ein Elefant im Porzellanladen stampft Donnern durch sein Leben und stößt allen vor den Kopf. Auch Annegret Kolka, obwohl es zwischen den beiden knistert.

Neben Erik spielen auch Kroll und Lichtenberg eine entscheidende Rolle. Kroll, der Außendienstleiter bei herausragenden Sofortlagen und sein treu ergebener Adjutant Lichtenberg. Kroll hat mit seinem fortgeschrittenen Alter und starken Schmerzen im Hintern zu kämpfen (er vermutet Krebs). Zudem mit einem Vorfall in der jüngsten Vergangenheit, den er nicht verarbeitet hat, professionelle Hilfe aber ableht. Schließlich ist er ein harter Hund und kein Weichei. Das führt noch zu Problemen und vielleicht ja aber am Ende auch zur Einsicht…

Und natürlich Stark, der Leiter des K 11, der mit Erik schon ein Problem hatte, als dieser noch Angehöriger der Mordkommission war und nicht in die kriminalpolizeiliche Erstkontaktstelle abgeschoben wurde.

Zwischen diesen Figuren kommt es eigentlich bei jedem Aufeinandertreffen zum verbalen Schlagabtausch und die Kluft zwischen Schutz- und Kriminalpolizei, die auch in der Realität durchaus vorhanden ist, wenn auch nicht so ausgeprägt, wird immer wieder deutlich. Keiner gönnt dem anderen die Butter auf dem Brot und ist gewillt, seine eigenen Ermittlungsergebnisse mit dem Kontrahenten zu teilen. Dennoch raufen sie sich alle immer wieder zusammen, um gemeinsam den Fall zu lösen.

Einen Fall, der es in sich hat. Vor aller Augen tauchen auf dem Weihnachtsmarkt schrecklich entstellte Leichen auf, unter den Weihnachtsmarktverantwortlichen scheinen Intriegen gesponnen zu werden und einige Personen sind nicht das, was sie zu sein vorgeben. Dazu ein missbrauchtes Mädchen, das Rache übt. Und immer wieder geht es um ein Kinderheim in der DDR-Zeit und einen alten Schwesternmord an Heiligabend.

Über Elias Haller heißt es, den Zündstoff für seine packenden Thriller bezieht er aus seiner beruflichen Erfahrung mit Rechtsbrechern und deren Opfern. Dass er interne Einblicke in den Polizeiberuf hat*te, merkt man seinen Werken an, denn sie sind was den Organisationsaufbau und die erläuterten Taktiken betrifft, äußerst realitätsnah.

Seine Werke sind tatsächlich äußerst packend geschrieben. Selten bekommt der Leser auch nur die kleinste Verschnaufpause. Von einem Ereignis fällt man ins nächste und kann das Buch kaum aus der Hand legen, weil man unbedingt wissen muss, wie es weiter geht.

Und selbst wenn das Buch endet, die aktuellen Geschehnisse aufgeklärt sind, kann ich es kaum erwarten das nächste Band zu Hand zu nehmen, weil ich erfahren will, ob Donner nun endlich wieder in der Mordkommission aufgenommen oder schon wieder aus einer vermeindlich langweiligen Aufgabe heraus mit dem Tod konfrontiert wird.

Und natürlich warte ich auf den ersten Kuss zwischen Anne und ihm. 😉

Packende Hochspannung, die ein besinnliches Weihnachten in weite Ferne rückt.

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