„Asche und alter Zorn“

„Asche und alter Zorn“

von Elias Haller

ISBN: 9-782919-801107

erschienen im edition-m-verlag

Preis: 9,81 Euro

Band 4 der Erik Donner Reihe

Klapptext:

Er ist ein Künstler. Und er erschafft ein Meisterwerk aus Bosheit und Zorn.

Im Wald unter den Teufelsbrücken wird eine grausam zugerichtete Frauenleiche entdeckt. Sofort fallen der Mordkommission Parallelen zu einer Szene aus einem Kinofilm auf. Fatalerweise bleibt es nicht bei einem Opfer.

Bald gerät auch Kriminalhauptkommissar Erik Donner ins Visier eines Psychopathen, der mit rätselhaften Botschaften ein tödliches Spiel arrangiert. Und allem Anschein nach folgen sämtliche Taten der Filmvorlage. Bis ein Beweisstück alles verändert…

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Bereits auf den erste Seiten erscheinen gleich zwei Mörder. Ein Axtmörder und ein Feuerteufel, der auch schon ein Leben vorsätzlich beendet hat. Obwohl nun also zwei Bösewichte zu jagen sind, dümpelt die Geschichte die ersten Kapitel etwas dahin und es geht mehr um die persönlichen Probleme der einzelnen Charaktere. Anne kommt mit ihrem Sohn nicht zurecht, der auf einmal Kontakt zu seinem Erzeuger aufnimmt, Erik muss sich bei ihm erstmal Respekt verschaffen. Felix nimmt die Jagd auf einen der Mörder etwas zu persönlich und schießt über das Ziel hinaus, wodurch die Ermittlungen gefährdensein könnten, was wiederum zum Ausschluss aus der Moko führt. Und innerdienstlich läuft es beim K11 sowieso nicht zu gut, was Stark Probleme bereitet, die sich im Laufe der Geschichte noch deutlich verschärfen werden.

Die ersten Kapitel lesen sich daher etwas zäh und kommen lange nicht an die Vorwerke heran, was die Spannung anbelangt.

Ab Kapitel 25 nimmt die Story dann aber endlich Fahrt auf. Myteriöse E-Mails, die gleich auf mehreren Rechnern eingehen – dabei aber immer individuell auf den Empfänger zugeschnitten – geben den Ermittlern zu denken, zumal diese in den Mails persönlich bedroht werden. So erhält Erik eine blutbeschmierte Spielkarte und einer seiner Kollegen findet plötzlich an seinem Haus unzählige Aufkleber mit einer rauchenden Raupe.

Mit diesen kleinen Hinweisen versucht Elias Haller den Leser zu verwirren und auf eine falsche Spur zu führen, was bei mir jedoch nicht gelang. Schnell war mir klar, wer hier mordet und auch sein Motiv war nicht gut verschleiert, auch wenn einige Kapitel zunächst anders hätten interpretiert werden können.

Ich finde Überraschungen in der Handlung immer ganz gut, hier konnte mich der Autor aber leider nicht täuschen – das habe ich schon besser umgesetzt gelesen. Dennoch gelingt es ihm, je weiter die Geschichte voranschreitet, die Spannung zu steigern und am Ende hat diese die gewohnte Intensität erreicht, für die ich Haller so liebe.

In diesem Band müssen wir uns leider von einigen liebgewonnenen Charakteren verabschieden. Dafür schafft es Erik doch endlich in zurück in die Moko, jedoch zunächst nur auf Abordnungsbasis, sodass offen ist, ob er ab dem nächsten Band dann wieder fest in der Moko ermittelt.

Fazit: Der Plot war für meinen Geschmack etwas zu verworren, aber gerade noch nachvollziehbar und die zwischenmenschlichen Problemchen standen etwas zu sehr im Vordergrund, weshalb dies eher ein schwächeres Werk von Herrn Haller ist. Dennoch sah ich mich gut unterhalten und hoffe beim nächsten Band wieder auf mehr.

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