Flieh, soweit du kannst

„Flieh, soweit du kannst“

von Naomi Joy

ISBN: 978-3-404-18320-3

erschienen im luebbe verlag

Kostenloses Rezessionsexemplar

Preis: 11,00 Euro

Klapptext:

Er kontrolliert jeden deiner Schritte. Kannst du ihm entfliehen?

Nachdem die junge Londonerin Ava sich von ihrem Freund getrennt hat, nimmt sie mit einem mulmigen Gefühl das Angebot ihres Chefs David an, in der Wohnung von dessen verstorbener Tochter zu wohnen. Und in der Tat findet Ava in der neuen Wohnung kein Glück. Sie bekommt beängstigende Textnachrichten und Drohbriefe, irgendjemand stalkt sie offensichtlich. Nur wer? Ihr Ex-Freund? Langsam steigt ihre Angst ins Unermessliche, und ehe sie sichs versieht, muss sie um ihr Leben kämpfen…

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Ich habe dieses Werk wieder zusammen mit einigen anderen in einer Leserunde schmöckern und besprechen dürfen. Die Leseprobe und der Klappentext klangen vielversprechend und so machte ich mich voller Spannung ans Werk. Doch leider konnte diese Spannung nicht lange aufrecht erhalten bleiben.

Die ersten zwei Drittel des Buches erleben wir aus Avas und Jades Perspektive. Beide arbeiten in der gleichen Agentur und wollen den gleichen Führungsposten erklimmen. Einst waren sie zusammen mit der Tochter des Chefs – die auch in der Firma arbeitete – ein unschlagbares Trio und beste Freundinnen. Doch dann wird die Tochter tot aufgefunden und die Freundschaft zerbricht. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass Ava und Jade ein Geheimnis verbindet, was sie aneinander bindet und gleichzeitig ihre Freundschaft beendet hat.

Zusätzlich zu den sehr intriganten Arbeitskollegen macht die Männerwelt Ava das Leben schwer. Gerade hat sie sich von ihrem kontrollsüchtigen, arbeitslosen Freund getrennt, da begibt sie sich auch schon wieder in die Abhängigkeit von einem anderem Mann, dieses Mal von ihrem Chef.

Es ist durchaus interessant zu beobachten, wie Ava sich immer weiter vertrickt und wie Jade versucht, ihr den Rang abzulaufen. Doch bei einem Thriller hätte ich mir andere Elemente gewünscht. Die ersten zwei Drittel haben leider nicht viel aus diesem Genre. Erst im dritten Drittel kommt wirklich Spannung auf, diese wird dann aber leider viel zu schnell abgehandelt.

Ich hatte bei der Lektüre das Gefühl, dass die Autorin zu verbissen versucht hat, den Leser auf falsche Fährten zu führen, was leider nicht gelang. Die Handlung war für mich trotz diesen Mühe in großen Teilen vorhersehbar und konnte mich nicht wirklich überraschen. Nur das Ende war unererwartet, was die Geschichte aber nicht besser macht, sondern lediglich verwirrt.

Fazit: Eine durchaus unterhaltsame Geschichte, wenn man keine überraschenden Wendungen erwartet, aber leider kein Thriller.

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