Reise mit zwei Unbekannten

„Reise mit zwei Unbekannten“

von Zoe Brisby

unverkäufliches Leseexemplar

erscheint im eichborn verlag

Klapptext:

Ein ungewöhliches Paar auf einem Roadtrip voller Überraschungen.

Die neunzigjährige energische Maxine ist aus dem Seniorenheim ausgebüxt, um ihr Ableben selbstbestimmt zu regeln. Der schüchterne Student Alex hat Liebeskummer und braucht frischen Wind. Das Schicksal führt sie über ein Mitfahrportal zusammen. In einem uralten Twingo brechen sie zu einer Fahrt durch Frankreich nach Brüssel auf. Nach und nach fassen sie Vertrauen zueinander, erzählen sich Dinge, die sie niemals zuvor preisgegeben haben, machen sich gegenseitig Mut, bestehen unfreiwillige Abenteuer und sehen sie schließlich ganz klar vor sich – die grandiose Vielfalt des Lebens.

.

.

.

Zwei Lebensmüde treffen unvermittelt aufeinander. Der Studen Alex, der nach einer unerfüllten Liebe in die Depression abgerutscht ist und Maxine, die an Alzheimer erkrankt ist und nicht miterleben möchte, wie sie sich langsam auflöst. Das hat sie schließlich schon bei ihrem Mann miterlebt.

Diese beiden ungleichen Charaktere treffen in dem uralten Twingo von Alex zusammen und wachsen während ihrer Fahrt durch Frankreich immer mehr zusammen. Beide Charaktere sind zuckersüß gezeichnet und vor allem die resolute Maxine habe ich ins Herz geschlossen. Sie kann zwar kein einziges Sprichwort korrekt widergeben, hat aber immer einen flotten Spruch auf den Lippen und trotz ihres Wunsches selbstbestimmt zu Sterben strotzt sie nur so vor Lebensfreude und versucht diese auf den depressiven Alex überspringen zu lassen.

Die Story ist in vielen Bereichen total überspitzt dargestellt. Das Altenheim gleicht einem Gefängnis, die Verkäuferin im Prade-Shop entspricht wirklich allen Klisches, um nur zwei Beispiele zu nennen und nicht zu viel vorweg zu nehmen. Das führt leider dazu, dass die Geschichte oft sehr weit weg von der Realität bleibt.

Gerade am Anfang hat mich der Witz zwischen den Seiten gepackt und ein paar Mal laut auflachen lassen. Leider wiederholt es sich immer wieder und nutzt sich daher schnell ab.

Das Ende kommt etwas plötzlich und es wird noch schnell ganz viel Infomation hinein gepackt.

Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt und die Figuren sind mir ans Herz gewachsen. Vor allem Maxine. Meine Erkenntnis aus diesem Buch: Jeder sollte eine Maxine an seiner Seite haben. 😉

Leichte Kost, die unterhält, aber nicht nachhaltig beeindruckt.

Eine Antwort auf „Reise mit zwei Unbekannten“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.