Das Tribunal

„Das Tribunal“

von John Katzenbach

ISBN: 978-3-426-51479-5

Preis: 9,99 €

erschienen im droemer-knaur verlag

Klappentext:

Anklage: Mord

Verteidigung: zwecklos

Zweiter Weltkrieg, 1943: Der junge amerikanische Leutnant Thomas Hart wird mit seinem Flugzeug über Sizilien abgeschossen. Als Einziger überlebt er den Absturz und kommt in ein deutsches Lager. Als dort ein Mitgefangener ermordet wird, fällt der Verdacht auf den schwarzen Piloten Lincoln Scott. Hart, der vor seiner Einberufung Jura studiert hat, wird von einem provisorischen Kriegsgericht zu dessen Verteidigung berufen. Nun muss er sich nicht nur gegen seine Nazi-Bewacher behaupten, sondern auch gegen die weißen Rassisten in der eigenen Truppe zu Wehr setzten.

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Wir tauchen ab in das Lager Stalag 13, in welchem amerikanische und britische Flieger von den Deutschen interniert wurden. Der Hauptprotagonist Thommy Hart befindet sich schon eine ganze Weile hier, als der erste schwarze Flieger in dem Lager auftaucht. Dies bringt die Lagerroutine bedenklich aus dem Gleichgewicht. Scott selber sucht keinen Kontakt zu den anderen Gefangenen und unter diesen wiederrum befinden sich Rassisten, die im das Leben schwer machen. Vor allem Vic hat es auf den schwarzen Flieger abgesehen und der Hass zwischen den beiden Männern steigert sich, bis Vic plötzlich tot aufgefunden wird und der Verdacht natürlich sofort auf Scott fällt, zumal schnell scheinbar eindeutige Beweise für dessen Schuld auftauchen. Hart wird als Scotts Verteidiger berufen und dieser nimmt seine auferlegte Pflicht sehr ernst, zumal er schon mal an der Schuld seines Mandanten zweifelt.

Es geht um Rassismus, Hass, die im Krieg allgegenwärtige Angst und den Lagerkoller der Internierten. Wir tauchen tief in diese Welt ein, der Schreibstil zieht einen in die Handlung und ich hatte fast das Gefühl direkt unter den Häftlingen zu sitzen, ihre Gefühle und Qualen beinahe am eigenen Leib mitzuerleben. Die Spannung beginnt seicht, steigt stetig an und gegen Ende hielt ich das Buch mit klopfendem Herzen in meinen Händen und konnte gar nicht schnell genug weiter lesen, um zu erfahren, was als nächstes passiert.

Den Prolog und den Epilog hätte sich Katzenbach für meinen Geschmack sparen können, aber den einen oder anderen Leser wird es freuen zu erfahren, wie es mit den Figuren, die alle mit sehr viel Tiefe gezeichnet wurden, weiter geht.

Ein sehr gelungener Justizthriller, welcher nachdenklich macht und Herzrasen verursacht. Absolute lesenswert.

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