Der Augenmacher

„Der Augenmacher“

von Elias Haller

ISBN: 978-2919801022

erschienen im edition m verlag

Preis: 9,99 Euro

Band 1 der Klara Frost Reihe

Klapptext:

Er nimmt dir deine Augen und ersetzt sie durch ein neues Paar.

Auf der Heiligen Brücke in Leipzig liegt eine grausam drapierte Frauenleiche. In ihren Augenhöhlen findet die Polizei zwei sonderbare Steine. Sieben Jahre nach seinem letzten Opfer scheint die Mordserie des Augenmachers weiterzugehen. Und offenbar hat er es auf Kriminalhauptkommissarin Klara Frost abgesehen, denn nicht nur Alter und Aussehen verbinden sie mit der Toten.

Während die Mordkommission verzweifelt versucht, das Motiv und die mysteriösen Zeichen des Serienkillers zu enträtseln, weiß Frost längst mehr. Den nächsten Hinweis hat der Augenmacher nämlich unmittelbar auf ihrer Haut hinterlassen…

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Nachdem ich die Erik Donner Reihe von Elias Haller verschlungen habe, lernte ich nun seine neue Protagonistin kennen. Und wie Donner wird Frost von ihren Kollegen eher gemieden und nimmt eine besondere Stellung in der Truppe ein. Aber auch sie ist mit Leib und Seele Mordermittlerin und wird von einem gefährlichen Killer ins Visier genommen.

Klara erinnerte mich im ersten Moment an Mara Billinsky, die Hauptfigur von Leo Born, dessen Romane ich auch sehr verehre. Klara kann mit Krähen reden, kleidet sich eher auffällig farbenfroh (Schwarz ist das neue Bunt.:-)) und nimmt kein Blatt vor den Mund. Auch Vorgesetzte können sich hin und wider einen flotten Spruch anhören. Im Gegensatz zu Erik Donner kann sie sich das aber auch ohne Probleme leisten, denn finanziell ist sie auf den Job bei der Mordkommission nun wirklich nicht angewiesen, was ihre Wohnsituation in einem Nobelhotel beweist.

In ihrem ersten Fall bekommt sie es mit einem raffinierten Killer aus der Vergangenheit zu tun, der gerne Spielchen spielt. Diese Rätsel, die er ihr aufgibt, haben für mich den Reiz der Geschichte ausgemacht, denn ich liebe solche perfiden Mordspiele, auch wenn sie nicht wirklich was Neues sind. Zudem ist der auftauchende zweite Mordermittler aus München ein echtes Herzchen und steht Klara in punkto flotten Sprüchen in nichts nach, was der Story den nötgen Witz verschafft, der einen zwischendurch einmal durchatmen lässt. Ansonsten ist die Story ziemlich rasant und spannend.

In einem Punkt leider etwas zu rasant, denn eine Szene in dem Buch wird von Elias leider nicht aufgelöst und nun kenne ich das Schicksal der Person in dieser Szene nicht, was mich schon ein wenig wurmt. Vielleicht findet der ein oder andere Leser des Werkes die gemeinte Szene und kann mich erhellen. Oder der Autor selber stolpert über meinen Block und kann mich aufklären. Zugegeben, eher unwahrscheinlich, aber die Hoffnung stribt ja bekanntlich zuletzt. 😉

Trotz dieses kleinen Makels ein sehr lesenswertes Werk. Ich werde auch gleich die anderen zwei Bänder mit Klara Frost verschlingen und euch hier wieder an meinen Gedanken teilhaben lassen.