Der Seelenhirte

„Der Seelenhirte“

von Elias Haller

ISBN: 978-2919808779

Preis: 9,99 Euro

erschienen im edition-m-verlag

Band 3 der Klara Frost Reihe

Klapptext:

Er sieht sich als der gute Hirte und findet jedes böse Schaf

Auf dem Hof eines Schafzüchters biete sich ein grausames Bild: Die komplette Familie wurde ausgelöscht, ein Teil der Opfer mit einem Schwert enthauptet. Von der Brutalität am Tatort ist nicht nur die sonst so abgeklärte Kriminalhauptkommissarin Klara Frost erschüttert, sondern die gesamte Mordkommission.

Bei den Ermittlungen erkennt Frost Parallelen zwischen der Handschrift des Mörders und dem fiktiven Werk eines Krimiautors. Während sie fieberhaft in dem Buch nachforscht, um dem Täter näher zu kommen, zieht sich eine blutige Spur durch Leipzig. Denn der Serienkiller arbeitet seine Liste gnadenlos ab. Schaf für Schaf…

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So langsam kennen wir es ja schon. Klara gerät bei den Ermittlungen in den Fokus eines Serienkillers und wird von ihren Vorgesetzten von dem Fall abgezogen, nur um auf eigene Faust weiter zu ermitteln. Diese immer wiederkehrende Nebenhandlung ermüdet doch mit der Zeit und ich hoffe, dass sich die nicht in einem vierten Klara band wiederfindet.

Allerdings nimmt der Zwist mit ihrem Chef doch eine etwas andere Wendung, als ich gedacht habe, was mich wieder ein wenig versöhnt hat. Aber nur ein wenig…

Den Plot an sich fand ich ganz interessant. Die Thematik hat mich interessiert und gepackt. Und werden vom Autor gleich mehrer mögliche Täter präsentiert, jedoch hat mich der wahre Täter nicht wirklich überzeugt. Da hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht. Aber gut… wirklich schlecht ist es nun auch nicht.

Die Handlung ist auf jeden Fall wie immer packend und mitreißend, weswegen ich Elias Schreibstil so liebe. Wie gewohnt kommt man kaum zum Luftholen und ich konnte das Werk wieder nur schwer aus der Hand legen.

Und die Protagonistin Klara habe ich einfach in mein Herz geschlossen, auch wenn sie selber das wohl nicht gerne hören würde. 😉

Für ein nächstes Band von Klara wünsche ich mir weniger Wiederholungen im Handlunsablauf, aber ein weiteres Band wünsche ich mir auf jeden Fall. Wie immer konnte mich Elias gut unterhalten.

Der Todesschöpfer

„Der Todesschöpfer“

von Elias Haller

ISBN: 978-2919801008

erschienen im edition-m-verlag

Preis: 9,99 Euro

Band 2 der Klara Frost Reihe

Klapptext:

Er versteht sein Handwerk und tötet bis zur Vollendung.

Im Kofferraum eines gestohlenen Wagens stößt die Leipziger Polizei auf einen unheimlichen Fund: eine Glasfigur, in die ein menschlicher Schädel eingeschlossen ist. Kriminalhauptkommissarin Klara Frost übernimmt die Ermittlungen und entdeckt im Oberkiefer eine Zahl, die darauf hindeutet, dass es womöglich weitere solcher Glasgegenstände mit Skelettteilen gibt. Schnell muss Frost feststellen, dass sie einen Serienmörder jagt, dem das BKA schon einige Jahre auf der Spur ist.

Als die Ehefrau eines Glasfabrikanten verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse und die Rollen von Jägern und Gejagten verschieben sich. Bald gerät auch Frost ins Visier des Killers – und dieser gibt sich bei der Herstellung seiner Kunstwerke nicht mehr nur mit den Knochen seiner Opfer zurfrieden.

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Wieder bekommt es Klara mit einen sadistischen Serienmörder zu tun und wieder gelangt sie in seinen Fokus und wird von ihm gleich mehrfach in Lebensgefahr gebracht. Und erneut legt sie sich mit ihren Vorgesetzten an und wird von dem Fall abgezogen, nur um doch einfach weiter zu ermitteln. Wir ihr merkt ziemlich viele Paralellen zum ersten Band, was mich ein wenig stört. Gerade dieser ewige Zwist zwischen Klara und ihrem Chef nervt mich langsam. Zumal dieses Kompetenzgerangel ja auch schon in den Erik Donner Büchern immer wieder eine Rolle spielte. Aber Elias will seine Protagonisten halt als Einzelkämpfer auftreten lassen und ansonsten habe ich beide Charaktere ja auch echt lieb gewonnen. Somit verzeihe ich Herrn Haller diese Wiederholungen mal.

Und das Klara immer wieder in Lebensgefahr gerät erhöht ja auch die Spannung. 😉

Auch dieser Fall hat es wieder in sich und ist rasant geschrieben. Als Leser bekommt man kaum eine Chance zum Luftholen. Es treten einige zwielichtigen Charaktere auf, von denen sich einige zum Mörder eignen und wir treffen auf einen alten Bekannten aus der Donner Reihe, BKA-Ermittler Rammler.

Jedoch hat mich die Auflösung des Falls nicht ganz überzeugt, auch wenn die Erklärung durchaus schlüssig war. Ich hätte mir dennoch einen anderen Täter gewünscht. Aber das könnt ihr dann ja selber entscheiden, wenn ihr dieses echt lesenswerte Buch durchgeschmökert habt.

Ich habe mich wieder sehr gut unterhalten gefüllt und war ratzfatz am Ende angelangt. Nun wartet leider nur noch ein Band mit Klara Frost auf mich. Elias… ich warte auf neue Fälle von Erik und Klara. Gib Gas! 🙂

Der Augenmacher

„Der Augenmacher“

von Elias Haller

ISBN: 978-2919801022

erschienen im edition m verlag

Preis: 9,99 Euro

Band 1 der Klara Frost Reihe

Klapptext:

Er nimmt dir deine Augen und ersetzt sie durch ein neues Paar.

Auf der Heiligen Brücke in Leipzig liegt eine grausam drapierte Frauenleiche. In ihren Augenhöhlen findet die Polizei zwei sonderbare Steine. Sieben Jahre nach seinem letzten Opfer scheint die Mordserie des Augenmachers weiterzugehen. Und offenbar hat er es auf Kriminalhauptkommissarin Klara Frost abgesehen, denn nicht nur Alter und Aussehen verbinden sie mit der Toten.

Während die Mordkommission verzweifelt versucht, das Motiv und die mysteriösen Zeichen des Serienkillers zu enträtseln, weiß Frost längst mehr. Den nächsten Hinweis hat der Augenmacher nämlich unmittelbar auf ihrer Haut hinterlassen…

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Nachdem ich die Erik Donner Reihe von Elias Haller verschlungen habe, lernte ich nun seine neue Protagonistin kennen. Und wie Donner wird Frost von ihren Kollegen eher gemieden und nimmt eine besondere Stellung in der Truppe ein. Aber auch sie ist mit Leib und Seele Mordermittlerin und wird von einem gefährlichen Killer ins Visier genommen.

Klara erinnerte mich im ersten Moment an Mara Billinsky, die Hauptfigur von Leo Born, dessen Romane ich auch sehr verehre. Klara kann mit Krähen reden, kleidet sich eher auffällig farbenfroh (Schwarz ist das neue Bunt.:-)) und nimmt kein Blatt vor den Mund. Auch Vorgesetzte können sich hin und wider einen flotten Spruch anhören. Im Gegensatz zu Erik Donner kann sie sich das aber auch ohne Probleme leisten, denn finanziell ist sie auf den Job bei der Mordkommission nun wirklich nicht angewiesen, was ihre Wohnsituation in einem Nobelhotel beweist.

In ihrem ersten Fall bekommt sie es mit einem raffinierten Killer aus der Vergangenheit zu tun, der gerne Spielchen spielt. Diese Rätsel, die er ihr aufgibt, haben für mich den Reiz der Geschichte ausgemacht, denn ich liebe solche perfiden Mordspiele, auch wenn sie nicht wirklich was Neues sind. Zudem ist der auftauchende zweite Mordermittler aus München ein echtes Herzchen und steht Klara in punkto flotten Sprüchen in nichts nach, was der Story den nötgen Witz verschafft, der einen zwischendurch einmal durchatmen lässt. Ansonsten ist die Story ziemlich rasant und spannend.

In einem Punkt leider etwas zu rasant, denn eine Szene in dem Buch wird von Elias leider nicht aufgelöst und nun kenne ich das Schicksal der Person in dieser Szene nicht, was mich schon ein wenig wurmt. Vielleicht findet der ein oder andere Leser des Werkes die gemeinte Szene und kann mich erhellen. Oder der Autor selber stolpert über meinen Block und kann mich aufklären. Zugegeben, eher unwahrscheinlich, aber die Hoffnung stribt ja bekanntlich zuletzt. 😉

Trotz dieses kleinen Makels ein sehr lesenswertes Werk. Ich werde auch gleich die anderen zwei Bänder mit Klara Frost verschlingen und euch hier wieder an meinen Gedanken teilhaben lassen.

„Der Luzifer-Killer“

„Der Luzifer Killer“

von Elias Haller

Verbindungsbuch zischen der Klara-Frost-Serien und der Erik-Donner-Serie

ISBN: 978-2496702552

erschienen im edition-m-verlag

Preis: 9,99 Euro

Klapptext:

Er schneidet seinen Opfern ein L in die Stirn – bis seine Botschaft entschlüsselt ist.

Als ein Junge in einen zugefrorenen Teich einbricht, entdecken die Rettungskräfte unter der Eisschicht einen Kindersarg. Allerdings befindet sich darin keine Leiche, sondern eine Chiffre und ein vergilbtes Zeitungsfoto, auf dem Kriminalhauptkommissarin Klara Frost mit ihrem ehemaligen Studienkollegen Erik Donner zu sehen ist.

Während die Kripo über den Sarginhalt rätselt, taucht im Internet ein schreckliches Video auf, das ein altes Verbechen zeigt. Die Veröffentlichung der Aufnahmen markiert den Anfang einer beispiellosen Mordserie. Um den Killer aufzuhalten, benötigt Frost dringend die Unterstützung von Kriminalhauptkommissar Donner. Jedoch scheitert jeglicher Kontakversuch, denn Donner sitzt inzwischen in der Psychiatrie…

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Ich hatte von Elias Haller bisher nichts gehört und daher auch noch keines seiner vorangegangenen Werke gelesen. Somit kanne ich auch Klara Frost und Erik Donner nicht aus ihren eigenen Serien, was der Lesbarkeit und dem Verständnis für dieses zusammenführende Werk keinen Abbruch tat.

Die Hinweise auf die Vergangenheit der beiden Anti-Helden-Ermittler macht allerdings neugierig und daher liegen bereits drei Werke aus jeder Serie in meinem SUB und werden hier demnächst vorgestellt. 😉

In der Luzifer Killer treffen wir auf eine sehr komplexe und gut erzählte Story mit einigen Überraschungen. Von der ersten Seite an hat mich dieses Werk gepackt und ich konnte es bis zum letzten Buchstaben nicht aus der Hand legen. Obwohl ich in der Zeit wirklich viel arbeiten musste, habe ich das Buch in drei Tagen verschlungen.

Die beiden Helden der eigenständigen Serien, welche hier aufeinandertreffen sind so anders, als „normale“ Ermittler, dass man sie trotz ihrer recht ausgeprägten Ecken und Kanten einfach ins Herz schließen muss. So ist es zumindest mir gegangen. Ich mag Anti-Helden einfach. Die beiden Firguren sind sehr detailreich beschrieben und haben beide eine dunkle Vergangenheit und persönliche Probleme, die sie mit sich herumtragen, was ihnen Tiefe verleiht.

Auch die anderen Figuren sind „anders“.

Die Story ist sehr komplex, aber schlüssig und verständlich aufgebaut, was die Spannung bis zur letzten Sekunde aufrecht erhält.

In meinen Augen ein wirklich grandioses Werk und wieder einer Autor, der es in meine Lieblingsliste geschafft hat. Ich freue mich schon auf die beiden Serien, die ich (hoffentlich) auch verschlingen werde.