Perfect Girlfriend

„Perfect Girlfriend“

von Karen Hamilton

ISBN: 978-3-7645-0654-4

Preis: 9,99 €

erschienen im blanvalet verlag

Klappentext:

Sie liebt dich.

Ihr seid füreinander bestimmt.

Sie ist die perfekte Freundin.

Du kannst ihr nicht entkommen.

Juliette Price weiß genau, was sie will und wen sie will. Um ihren Freund Nate nahe zu sein, wird sie Flugbegleiterin bei der Airline, für die er als Pilot arbeitet. Sie sind füreinander bestimmt, da ist sich Juliette absolut sicher. Dass Nate vor ein paar Monaten mit ihr Schluss gemacht hat, bedeutet nichts. Denn Juliette hat einen Plan, wie sie ihn zurückgewinnen wird. Sie ist die perfekte Freundin, und sie wird ihm zeigen, wie sehr er sie in seinem tiefsten Inneren noch liebt – und wenn er sie dafür erst einmal früchten lernen muss…

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Am Anfang hatte ich so meine Probleme, in die Story zu finden. Ständig tauchen neue Personen auf, die ich nicht richtig zuordnen konnte, da eine Erklärung fehlte. Wer zur Hölle ist Will, wer Nate oder Bella? Und in welcher Beziehung stehen sie zu Juliette?

Sie erzählt ihre Geschichte aus ihrer Perspektive, was dazu führt, dass wir ihre tiefsten Beweggründe kennenlernen, was für die Story auch äußerst wichtig ist. Juliette ist nämlich ein tief gestörter Charakter. Nicht vorstellbar, wie es wäre, einen solchen Menschen in seinem Leben zu haben.

Das Ende hat mich dann jedoch ziemlich enttäuscht. Es war absolut nichtssagend. Das Buch hätte auch an jeder anderen Stelle enden können, das Ergebnis wäre das gleiche gewesen.

Die Zwichensequenze war jedoch durchaus unterhaltsam, auch wenn sie mich nicht wirklich packen konnte.

Reise mit zwei Unbekannten

„Reise mit zwei Unbekannten“

von Zoe Brisby

unverkäufliches Leseexemplar

erscheint im eichborn verlag

Klapptext:

Ein ungewöhliches Paar auf einem Roadtrip voller Überraschungen.

Die neunzigjährige energische Maxine ist aus dem Seniorenheim ausgebüxt, um ihr Ableben selbstbestimmt zu regeln. Der schüchterne Student Alex hat Liebeskummer und braucht frischen Wind. Das Schicksal führt sie über ein Mitfahrportal zusammen. In einem uralten Twingo brechen sie zu einer Fahrt durch Frankreich nach Brüssel auf. Nach und nach fassen sie Vertrauen zueinander, erzählen sich Dinge, die sie niemals zuvor preisgegeben haben, machen sich gegenseitig Mut, bestehen unfreiwillige Abenteuer und sehen sie schließlich ganz klar vor sich – die grandiose Vielfalt des Lebens.

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Zwei Lebensmüde treffen unvermittelt aufeinander. Der Studen Alex, der nach einer unerfüllten Liebe in die Depression abgerutscht ist und Maxine, die an Alzheimer erkrankt ist und nicht miterleben möchte, wie sie sich langsam auflöst. Das hat sie schließlich schon bei ihrem Mann miterlebt.

Diese beiden ungleichen Charaktere treffen in dem uralten Twingo von Alex zusammen und wachsen während ihrer Fahrt durch Frankreich immer mehr zusammen. Beide Charaktere sind zuckersüß gezeichnet und vor allem die resolute Maxine habe ich ins Herz geschlossen. Sie kann zwar kein einziges Sprichwort korrekt widergeben, hat aber immer einen flotten Spruch auf den Lippen und trotz ihres Wunsches selbstbestimmt zu Sterben strotzt sie nur so vor Lebensfreude und versucht diese auf den depressiven Alex überspringen zu lassen.

Die Story ist in vielen Bereichen total überspitzt dargestellt. Das Altenheim gleicht einem Gefängnis, die Verkäuferin im Prade-Shop entspricht wirklich allen Klisches, um nur zwei Beispiele zu nennen und nicht zu viel vorweg zu nehmen. Das führt leider dazu, dass die Geschichte oft sehr weit weg von der Realität bleibt.

Gerade am Anfang hat mich der Witz zwischen den Seiten gepackt und ein paar Mal laut auflachen lassen. Leider wiederholt es sich immer wieder und nutzt sich daher schnell ab.

Das Ende kommt etwas plötzlich und es wird noch schnell ganz viel Infomation hinein gepackt.

Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt und die Figuren sind mir ans Herz gewachsen. Vor allem Maxine. Meine Erkenntnis aus diesem Buch: Jeder sollte eine Maxine an seiner Seite haben. 😉

Leichte Kost, die unterhält, aber nicht nachhaltig beeindruckt.

Das Schattentor

„Ministry of Souls – Das Schattentor“

von Akram El-Bahay

ISBN: 978-3-404-20965-1

erschienen im luebbe verlag

Preis: 16,00 Euro

Band 1 der Reihe

Klapptext:

Das Sterben ist im fortschrittlichen 19. Jahrhundert eine gut organisierte Angelegenheit.

London 1850: Unbemerkt von der Öffentlichkeit sorgt das Ministerium für endgültige Angelegenheiten dafür, die Seelen Verstorbener auf die andere Seite zu befördern. Der angehende Soulman Jack will sich endlich im Außeneinsatz beweisen. Sein erster Auftrag führt ihn ausgerechnet auf das Gelände des Buckingham Palace. Dort wurde eine arabische Gesandschaft ermordet. Jack soll den Tatort von ihren Geistern befreien – und entdeckt, dass Naima, die Tochter des Emirs, noch lebt.

Als er ihr helfen will, wird er von einem schattenartigen Biest angegriffen. Um Naima zu schützen, befördert Jack sie kurzerhand in die Zwischenwelt! Und bricht damit eine der wichtigsten Regeln der Soulman. Doch nicht genug: Bevor er sie zurückholen kann, schließt sich das Tor! Jack muss Naima unbedingt zurückholen, sonst droht nichts Geringeres als das Ende der Welt.

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Wir alle haben uns ja schon mal die Frage gestellt, was passiert nach dem Tod? Und was geschieht mit den Seelen, die einfach nicht loslassen können und auf der Erde bleiben? Müsste die Welt nicht schon von Geistern überbevölkert sein? Im London des Jahres 1850 hat man für das Problem eine Lösung gefunden. Und alles geht ganz geordnet zu. Zunächst werden die Geister Verstorbener, die nicht selbst den Weg in d ie Zwischenwelt gefunden haben, eingesammelt, katalogisiert und dann in die Zwischenwelt gebracht. Dort können sie vom Leben Abschied nehmen, bevor sie auch die Zwischenwelt verlassen und endgültig weiterziehen.

Für diese Aufgabe wurde ein geheimes Ministerium eingerichtet und ihre Agenten heißen Soulman. Jack möchte ein solcher Soulman werden. Seine Gabe Geister zu sehen qualifiziert ihn dafür, aber zunächst muss er sich noch beweisen. Wir gehen mit Jack auf die Reise und lernen mit ihm zusammen die Regeln der Soulman und der Zwischenwelt kennen. Und erleben, wie Jack sich über diese Regeln hinwegsetzt und damit nicht nur die reale Welt, sondern auch die Zwischenwelt in Gefahr bringt. Nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, um beide Welten zu retten. Dabei sammelt Jack so einige ungewöhnliche Weggefährten ein. Einen totel Archivar, der in der Gestalt einer Katze zurück kommt, den ich dank seiner unegwollt lustigen Art gleich ins Herz geschlossen habe (was nicht daran liegt, dass ich Katzen liebe ;-)), eine Prinzessin in Gefahr und den schrulligen Geist einer Katzenliebaberin.

Diese Gemeinschaft macht sich nun an die Rettung der Welt und muss sich dabei gegen mächtige Schatten behaupten.

Die Geschichte nimmt immer wieder Fahrt auf und kaum denkt man, dass die Helden gewonnen haben, greift das Böse doch wieder an. Dieses Auf und Ab war mir irgendwann doch ein wenig viel. Auch wenn mich die Spannung doch etwas gepackt hat, musste ich doch hin und wider die Augen verdrehen, weil das Spiel doch wieder von vorne los ging. Aber die liebevoll gezeichneten Charaktere lassen darüber hinwegsehen. Auch wenn ich mir einige Aspekte in der Geschichte gespart hätte, ist die Story durchaus kurzweilig und nimmt einen mit, in die Geheimnisse der Zwischenwelt.

Akademie der Engel – Jahr 2

„Celestial City – Akademie der Engel – Jahr 2“

von Leia Stone

ISBN: 978-3-8466-0112-9

erschienen im one-verlag

Preis: 17,00 Euro

Band 2 der Reihe

Klapptext:

>> Ich hatte schwarze Flügel, Lincoln weiße. Dennoch hätten wir kaum perfekter füreinander sein können. Wenn ich ihn nicht gerade umbringen wollte, war ich Hals über Kopf in ihn verliebt. Und mehr konnte eigentlich niemand verlangen, oder?<<

Brielle ist schon im zweiten Jahr an der Fallen Academy und überglücklich, dass sie mir ihrer großen Liebe Lincoln zusammen sein kann. Doch sie macht sich Sorgen um ihre Mutter, und als sie von einer Gelegenheit erfährt, sie aus Demon City zu befreien, ergreift Brielle sie. Dafür muss sie allerdings Tag und Nacht trainieren, und Brielle spürt einmal mehr, wie sich die dunklen Kräfte in ihr Bahn brechen und Luzifer sie beobachtet. Doch wenn sie den Teufel und seine Dämonen besiegen will, muss sie ihre Lichtmagie finden, bevor die Dunkelheit sie beherrscht.

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Auf die Reihe wurde ich über Lesejury aufmerksam. Hier konnte ich das erste Buch in einer Leserunde bewerten und fand es echt gut. Ist jetzt nicht mein bevorzugtes Genre, aber für zwischendurch mal eine nette Abwechlsung und etwas leichtere Kost.

Eigentlich handelt es sich um den klassichen Kampf zwischen Gut und Böse, hier dargestellt mit Engeln und Dämonen, gewürzt mit einer Teenagerliebe.

Die Welt ist bevölkert von Dämonen und es herrscht Krieg zwischen ihnen und den Engeln, welche die Menschheit von den Dämonen befreien möchte. Bei diesem Kampf wurde auf die Menschenkinder Dämonen oder Engelskräfte übertragen, je nachdem, welches Geschöpf sich bei Kriegsbeginn in der Nähe des Kindes befunden hat. Mit 18 Jahren zeigt sich, welche Kraft in einem herrscht und danach wird man entweder auf die Dämonenschule oder die Engelsschule geschickt.

Unsere Protagonistin Brielle vereint die Kräfte von gleich vier Erzengeln, aber auch von Luzifer in sich, was sie sehr mächtig macht, sie aber auch immer wieder verunsichert, ob nun die hellen oder dunklen Kräfte in ihr überwiegen.

Das erste Band gefiel mir vor allem aufgrund des Witzes, mit welchem es geschrieben ist. Der ständige Schlagabtausch zwischen Brielle und Lincoln, die sich erst nicht leiden können, gab der Geschichte eine humoristische Richtung, die mir sehr zusagte. Davon ist in Band 2 leider nicht mehr so viel zu spüren.

Auch wenn in diesem Band wieder viel passiert und immer mal wieder Spannung aufgebaut wird, dümpelt die Geschichte in meinen Augen etwas dahin. Die Kampfszenen sind all zu schnell vorbei und dann geht es wieder zurück in den Alltag an der Schule.

Trotzdem fand ich das Buch ganz kurzweilig und habe mich gut unterhalten gefühlt. Aber wirkliche Spannung kommt nicht auf.

„Das Haus der finsteren Träume“

„Das Haus der finsteren Träume“

von Shaun Hamill

ISBN: 978-3-453-31955-0

Preis: 14,99 Euro

erschienen im Heyne Verlag

Klapptext:

Die Turners sind eigentlich eine ganz normale Familie. Vater Harry arbeitet bei der Stadtverwaltung, Mutter Margaret ist Hausfrau. Die drei Kinder Sydney, Eunice und Noah wachsen behütet in einem kleinen Vorort auf. Doch die Turners haben ein Geheimnis: Sie sehen Monster. Unheimliche Kreaturen kratzen Nacht für Nacht heulend an den Fenstern ihres Hauses. Kein Familienmitglied spricht darüber, obwohl die Monster nach und nach das Familienidyll zerstören. Bis Noah, der jüngste Sohn, eines Nachts beschließt, dem Grauen die Tür zu öffnen…

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Ich war auf der Suche nach einem Horrorroman, auf dem nicht Stephen King steht und nachdem ich den Klapptext studiert hatte, landete dieses Buch in meinem Warenkorb. Doch auch wenn ich es hier unter Horro eingeordnet habe – eigentlich passt es nicht wirklich hier rein.

Zwar tauchen im gesamten Buch Monster auf und die Familie betreibt mehrere Gruselhäuser, aber wirklicher Horro kommt nicht auf.

Wir beobachten zunächst, wie sich Noahs Eltern kennen lernen und dann, wie Noah aufwächst und seine Familie langsam zerbricht. Die große Schwester wird entführt, die mittlere leidet unter Depressionen und Noah findet einen imaginären Freund, der doch ziemlich real ist.

Statt den Monstern, die der Klapptext verspricht, geht es doch eher um psychische Probleme, Krankheit und Familienzwist. Gänsehaut hatte ich nicht eine Sekunde und die Geschichte plätschert eher so dahin.

Im Verlauf der Story war ich doch einige Male verwirrt und fand bis zum Ende keine wirkliche Antwort darauf, was uns der Autor eigentlich mit seiner Geschichte erzählen will.

Das vorliegende Buch ist zwar sehr kurzweilig, hat aber mit Horror nichts zu tun. Da ich aber mit dieser Vorstellung an das Werk herangetreten bin, wurde ich doch etwas enttäuscht. Wenn man es aber neutral angeht, kann es durchaus unterhalten. Ein wirklicher Thrill kommt jedoch nicht auf.