Tiefe Narben

„Im Kopf des Mörders – Tiefe Narben“

von Arno Strobel

ISBN: 978-3-596-29616-3

Preis: 10,99 €

erschienen im fischer verlag

Band 1 der Max Bischoff Reihe

Klappentext:

Max Bischoff ist der Neue bei der Mordkommission in Düsseldorf. Er ist jung und schwört auf moderne Ermittlungsmethoden, was nicht immer auf Gegenliebe bei seinem Partner Horst Böhmer stößt. Sein erster Fall beim KK11 hat es in sich. Auf dem Präsidium taucht ein verwirrter Mann auf, von oben bis unten mit Blut besudelt. Er kann sich an nichts erinnern, die letzte Nacht ist wie aus seinem Gedächtnis gelöscht. Wie sich herausstellt, stammt das Blut auf seiner Kleidung nicht von ihm selbst, sondern von einer Frau, die vor zwei Jahren spurlos verschwand. Die für tot gehalten wird. Ist der Mann, der vor Max Bischoff steht, ihr Mödern? Als kurz darauf eine Leiche am Rheinufer gefunden wird, verstrickten Max Bischoff und Horst Böhmer sich immer tiefer im Dickicht der Ermittlungen, um einen Fall zu lösen, in dem lange nichts zusammenzupassen scheint…

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Ich habe bereits einige Werke von Arno Strobel in meinem Bücherregal stehen und auch Teil vier der Reihe habe ich schon verschlungen. Bisher fand ich die Bücher Strobels immer lesenswert und Max Bischoff interessant, sodass ich nun auch den Beginn der Reihe gelesen habe. Wobei gelesen nicht das richtige Wort ist, ich habe das Werk geradezu verschlungen.

Die Story beginnt zunächst langsam Fahrt aufzunehmen, wird jedoch bald immer schnell und am Ende so rassant, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und immer weiter gelesen habe, bis ich beim letzten Wort angelangt war.

Lange hatte ich keine Ahnung, wer der Täter ist und auch wenn mir der tatsächlich Mörder zwischendurch kurz verdächtig erschien, war die Auflösung doch eine Überraschung. Ich hatte im Laufe des Buches mehrere Charaktere in Verdacht und Arno verstand es meisterhaft, die Spannung bis zum Ende aufrecht zu erhalten.

Mir hat der Auftakt der Max Bischoff Reihe so gut gefallen, dass ich sofort Band 2 nachschieben werde. Demnach also hier bald mehr von Arno Strobel… 😉

Offline

„Offline“

von Arno Strobel

ISBN: 978-3-596-70394-4

Preis: 14,99 Euro

erschienen im fischer verlag

Klapptext:

Fünf Tage ohne Handy.

Ohne Internet.

Offline.

Die perfekte Auszeit.

Wird zum Horrortrip.

Abgeschnitten von der Außenwelt geht es nur noch um eines.

Überleben.

Niemand wird kommen, um dir zu helfen.

Denn du bist nicht erreichbar…

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In unserer digitalen Welt haben wir ständig ein Display vor der Nase. Handy, Tablet, PC… Und immer sind wir erreichbar. Wie verlockend ist da die Vorstellung, mal für fünf Tage abzutauchen und nicht erreichbar zu sein. Digital Detox heißt das nun neudeutsch. Und so machen sich Jenny und drei ihrer Mitarbeiter zusammen mit einer kleinen Gruppe auf in die Berge zu seinem abgelegenen Hotel, welches sich eigentlich noch in der Renovierung befindet, aber extra für die Gruppe den bereits fertiggestellten Bereich zur Verfügung stellt. Hier wollen sie zurück zur Natur finden.

Was so romantisch und verlockend klingt, hat aber auch seine Schattenseiten. Denn nicht erreichbar sein, bedeutet auch keine Hilfe im Notfall. Zum Beispiel, wenn einer aus ihrer Reissegruppe ein Psychopath ist….

Der Plot ist nicht neu, aber super umgesetzt. Eine Gruppe Personen, die sich nur bedingt kennt, sitz eingeschneit in einem Hotel fest und kann keinen Kontakt zur Außenwelt aufnehmen. Und nun zeigt sich, dass einer unter ihnen ist, der ein böses Spiel treibt. Nur wer?

Wir bekommen gleich mehrere potentielle Täter serviert und man schwankt immer von einem zum anderen. Wir erleben, wie einige durchdrehen und was eine solche Situation mit den Menschen macht. Plötzlich traut keiner mehr dem anderen und jeder ist sich selbst der nächste. Die einzelnen Charaktere sind gut herausgearbeitet und es ist spannend, mitzuraten, wer denn nun der Psycho sein könnte. Bis zum Schluss bleibt es spannend und ich wurde überrascht, denn ich hatte auf die falsche Person getippt. Mehr wird natürlich nicht verraten 😉

Aber trotz der guten Story konnte mich das Werk doch nicht in Gänze überzeugen. Ich habe bereits einige Werke von Arno Strobel gelesen und war immer begeistert, dieses Mal hat er es aber leider nicht geschafft, mich völlig abzuholen. Irgendetwas hat mir gefehlt, mich gestört, ohne dass ich den Finger darauf legen könnte. Es ist nur ein Gefühl, dass ich nicht richtig greifen kann…

Dennoch ein absolut lesenswertes Buch, dass ich weiterempfehlen kann. Spannend war es auf jeden Fall!